ARAGONIEN Die Schoko-Tour – die süßeste Art, Zaragoza zu entdecken

Zaragoza, die Hauptstadt Aragoniens, das für seine wunderbaren Fresken von Goya bekannt ist, verführt Reisende nunmehr auch durch eine im wahrsten Sinne des Wortes süße Stadtführung.

Bereits im 16. Jahrhundert begann in Zaragoza eine Schokoladentradition, die sich im Lauf der Jahrhunderte immer weiter verfestigte. Dies lässt sich unschwer an den zahlreichen Chocolaterien, Confiserien und Patisserien erkennen, die häufig auf eine zweihundertjährigen Tradition zurückblicken können. Ob weiße Schokolade, Zartbitter, mit kandierten Früchten oder Schokoladeneis, die Teilnehmer an der köstlichen geführten Tour kommen mit Sicherheit auf ihre Kosten.

Die Chocotour ist eine sehr originelle Art, um das Reiseziel kennen zu lernen und steht aufs Engste mit der Geschichte Zaragozas in Zusammenhang. Die Mönche des nahegelegenen Klosters „Monasterio de Piedra“ waren 1534 die ersten in Europa, die die braune Köstlichkeit in der klostereigenen Küche herstellten, nachdem Fray Jeronimo de Aguilar Kakao mit einem Schokoladerezept an den dortigen Abt Antonio de Alvaro geschickt hatte. Auf diese Weise lässt sich die große Vorliebe des Zisterzienserordens für Schokolade erklären, der ein ganz besonderer Ort für den Kakao- und Schokoladengenuss darstellt.

Auf der Chocotour gelangt man zu den traditionsreichsten Häuser Zaragozas, was die Schokolade in all ihren Spielarten angeht. Schokoladenmeister lassen sich bei ihrer Arbeit zusehen, man kann die verschiedenen Schokoladentypen verkosten und Freunde mit neu erworbenen Kenntnissen verblüffen.

Die Führung beginnt an der Börse La Lonja, schließt einen Besuch des Pablo Gargallo Museums ein, wo die erste Verkostung stattfindet. Danach geht es weiter zu der Schokoladeninstitution Buen Gusto. Die Pastelerías Fantoba und Los Mallorquines sind weitere Stationen auf dem Weg in den siebten Schokoladenhimmel.

© OET

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