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Nostalgiezug La Robla Express und das Grüne Nordspanien

9-tägige kombinierte Bus-Zugreise entlang der Küste Nordspaniens mit Insider-Reiseleitung

  • Große Reiseerlebnisse in kleier Gruppe: max. 8 Teilnehmer!
  • Nostalgiezug La Robla Express
  • Bilbao und das Guggenheim-Museum
  • Perle am Atlantik: Gourmetstadt San Sebastián
  • Pamplona
  • Weinregion La Rioja
  • die Picos de Europa und Königstadt Oviedo
  • die grüne Küste am Atlantik
  • Insider-Studienreiseleitung Moritz Martinez-Baur

Wo die Wolken des Atlantiks in den hohen Gipfeln der Berge hängen, wo grandiose Architektur mit bäuerlichem Leben aufeinandertrifft, befindet sich das Grüne Spanien. Sie entdecken diese Region Nordspaniens teilweise mit einem nostalgischen Zug. An der Nordküste verkehrt der Express La Robla. Der Zug hat 4 Schlafwagen mit je 7 gemütlichen Schlafabteilen mit eigenem Bad/WC und 3 Loungewagen. Für einen ruhigen Schlaf bleibt der Zug nachts stehen. Jeden Morgen entdecken Sie eine andere Region Nordspaniens. Bei Streifzügen durch das uralte Kulturland Baskenland und das Rioja-Gebiet genießen Sie eine Auslese kulinarischer Köstlichkeiten, begleitet von edlen Tropfen.
Bilbao mit dem Guggenheim Museum, San Sebastiàn, Pamplona, Santander und Gijon sind nur einige spannende Städte, die Sie besuchen werden. Die grandiose Landschaft der grünen umtosenden Atlantikküste und der hohen Berge mit dem „Picos de Europa“ werden Sie in den Bann ziehen.
Unsere Kleingruppenreise mit max. 8 Personen ermöglicht Ihnen die Entdeckung dieser Region auf eine abwechslungsreiche Weise.

Zur Geschichte der spanischen Eisenbahn

Die Geschichte der spanischen Eisenbahn beginnt auf Kuba, Kolonie Spaniens bis 1898. Am 10. November 1837 wurde hier, 28km von La Havanna entfernt, der erste Zug Spaniens eingesetzt. Den Hintergrund lieferte der Zuckerrohranbau, der dadurch einfacher und schneller in den Hafen nach Havanna und somit ins Mutterland exportiert werden konnte. Einer der für den Bau der Eisenbahnlinie verantwortliche Ingenieur war der Katalane Miquel Biada. 
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde auch auf dem spanischen Festland der Traum dieser Technik Wirklichkeit. Am 28. Oktober 1848 wurde die 30 km lange Bahnstrecke zwischen Barcelona, das sich immer mehr zu einer aufstrebenden Handelsstadt am Meer entwickelte, und Mataró, wo sich Teile der Textilindustrie niedergelassen hatten, eröffnet und damit die erste Bahnlinie auf der Iberischen Halbinsel ins Leben gerufen Dadurch wurden zwei damalige dringende Probleme des Landes gelöst: das schlecht ausgebaute Straßensystem und die Bedrohung durch die Bandeleros, jenen Straßenräubern, die in ganz Spanien und so auch in Katalonien aktiv waren. Der damalige Zug bestand aus 25 Wagen und bei seiner ersten 58 Minuten dauernden Fahrt begleiteten 900 Reisende den Zug.
Im Gegensatz zu den meisten Ländern Europas, die die englische Spurweite von 1435 mm einführten, wählte Spanien eine Spurweite von „6 kastilischen Fuß“, 1674mm, die später auf 1688mm erweitert wurden. Begründet wurde diese Breite durch die geografischen Besonderheiten Spaniens. Durch eine größere Spurweite, so der Gedanke, würden stärkere Lokomotiven einsetzbar sein, wie es die vielen Bergketten Spaniens verlangten. Dies allerdings zum Nachteil eines mit dem Rest Europas verbundenen Güter- und Personenverkehrs.
Die zweite Bahnlinie Spaniens wurde 1851 von Königin Isabel II  zwischen Madrid nach Aranjuez eröffnet und kurz darauf bis nach Albacete erweitert. Auch hier spielten wirtschaftliche Interessen eine wichtige Rolle. Die landwirtschaftlichen Güter um Madrid, besonders die Erdbeeren aus Aranjuez, sollten schnell und gefahrlos in die Hauptstadt gebracht werden. 1855 besaß Spanien bereits ein 400 km umfassendes Eisenbahnnetz, deren Bauherren vor allem ausländische  private Investoren waren und das erste spanische Eisenbahngesetz trat in Kraft, das den Bau weiterer Bahnlinien regeln sollte. Bis 1865 wuchs das spanische Bahnnetz auf 4756 km an und wurde damit hinter England, dem Mutterland der Bahn, und Frankreich zum drittgrößten Europas.
Die ersten Schmalspurbahnen wurden 1877 gebaut. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in Spanien bereits 10 000km Breitspur und 5000km Schmalspurbahnlinien.
Da im spanischen Bürgerkrieg (1936 – 1939) fast alle Bahnlinien und Züge zerstört wurden, verstaatlichte das Franco-Regime alle privaten 1688mm Breitspurgesellschaften und das heutige Netz der Spanischen Staatseisenbahn (Red Nacional de los Ferrocarriles Españoles – kurz RENFE genannt) wurde gegründet. Die bis dahin aufgrund der verschiedenen privaten Betreiber existierenden 30 unterschiedlichen Signalsysteme und Vorschriften wurden vereinheitlicht und große Teile des Streckennetzes elektrifiziert, neue Lokomotiven und Eisenbahnwagen neu eingesetzt. Die Streckengeschwindigkeit stieg auf 140km/h an. 1975 wurde die letzte Dampflok stillgelegt, es handelte sich um eine Mikado 1-4-1, die heute im Eisenbahnmuseum in Madrid zu sehen ist.
Nach Francos Tod, in den 1980er Jahren war oberstes Ziel, den regionalen Transport zu verbessern. Es enstanden die sogenannten Cercanias, die Nahverkehrszüge. 1992 ging zur Weltausstellung EXPO 92 in Sevilla der Hochgeschwindigkeitszug AVE (Alta Velocidad Española) ins Netz, der Madrid mit Sevilla auf der 1435mm Regelspurweite seit dem verbindet und die früheren 574km, heute 471km, von 6 Stunden Fahrzeit auf 2 Stunden und 15 Minuten verkürzte. Schnellzüge mit dem TALGO-RD Spurenweitenwechselsystem ermöglichen eine nahtlose Verknüpfung mit der alten Breitspurweite.
Schwerpunkt der spanischen Bahnpolitk heute ist die Erweiterung des Hochgeschwindigkeitsnetzes, was allerdings zu Lasten der übrigen Bahnlinien führte und scharfe Kritik besonders bezüglich der Kosten- Nutzung- Rechnung auslöste.Anfang 2005 kam es zu einer Teilprivatisierung der spanischen Eisenbahn und die Ära der RENFE wurde beendet. Zwei neue Gesellschaften wurden gegründet: Adif und Renfe Operadora. Die Adif verwaltet das  staatliche Schienennetz und die Bahnhöfe, während Renfe Operadora als Eisenbahnverkehrsunternehmen sich um den Personen- und Gütertransport kümmert und in Ballungszentren auch einige Nahverkehrsbahnhöfe verwaltet. Nichts desto trotz liegt Spanien mit seinem Hochgeschwindigkeitsnetz von 2.665 km europaweit auf dem ersten Platz, vor Frankreich und Deutschland und stellt hinter China das zweitlängste der Welt dar.

Reiseleistungen l Preise l Termine

Reiseleistungen

  • Bahnfahrt ab Ihrem Bahnhof nach Spanien und zurück 2. Kl.
    oder Flug nach Bilbao und zurück, Economy Class
  • 5 x ÜN in 3* und 4*-Hotels
  • 3 x ÜN und Bahnfahrt im Express La Robla im Schlafwagenabteil
  • Mahlzeiten wie angegeben (F M A)
  • Ausflüge und Besichtigungen inkl. Eintritte laut Reiseprogramm
  • Deutsche Insider-Reiseleitung während der gesamten Reise
  • deutschsprachige Reiseleitung durch das Zugteam
  • Informationsmaterial

Reisetermin 2017
08.08.-16.08.2017 

Reisepreis pro Person
Im Doppelzimmer                       € 2.990,00
EZ-Zuschlag    € 500,00


Aufpreis - fakultativ
Bahnanreise 1. Klasse nach Spanien und zurück: € 200,00

Gruppengröße
mindestens 4 - höchstens 8 Teilnehmer

Insider-Reiseleitung
Mortiz Martinez-Baur
 

Reiseverlauf

Reiseverlauf

Tag 1  |  Willkommen im Baskenland
Ankunft um die Mittagszeit in Bilbao. Nach einem herzlichen Bienvenidos durch Ihren Reiseleiter fahren Sie mit dem Zug nach San Sebastian. Abends Pintxos-Hopping mit Ihrem Reiseleiter in der Altstadt von San Sebastián mit der weltweit größten Dichte von Bars und Restaurants. 2 x ÜN in San Sebastián. (A)

Tag 2  l  Gourmet-Stadt San Sebastián, Perle am Atlantik
Panoramastadtrundfahrt und Auffahrt auf den Monte Igueldo mit herrlichem Ausblick. Bummel entlang der „Concha“, der berühmten Sandbucht mit der herrlichen Strandpromenade und durch die stimmungsvolle Altstadt. Sie sehen den Palast von Miramar sowie das Marktviertel. Besichtigung der modernen Skulptur der Windkämme. Es ist ein magischer Ort, von dem aus das Meer in seiner ganzen Pracht beobachtet werden kann.
Abends Kocherlebnis und Schlemmervergnügen mit einem baskischen Koch: Gemeinsam kreieren Sie leckere Pintxos und „Raciones“ und schauen dem Koch in die Töpfe. Ein einmaliges Erlebnis in völlig authentischem und untouristischem Ambiente. Anschließend wird mit feinen Weinen geschlemmt! (F A)

Tag 3  l  San Sebastián - Pamplona - Laguardia
Die Reise entführt Sie nach Pamplona, der Hauptstadt des alten Königreich Navarra. Bei einem Rundgang durch die Altstadt sehen Sie das Renaissance-Rathaus, die Kirche Saturino, den berühmten Stierlaufweg und die Plaza. Abschließend Café-Genuss im schönen Jugendstilcafé, in dem schon Hemingway saß. Weiterfahrt in Richtung Laguardia. Besuch einer Bodega mit Verkostung und privatem Winzer-Abendessen. 1 x ÜN in Laguardia. (F A)

Tag 4  l  Laguardia - Bilbao
Bummel durch das mittelalterliche Städtchen mit Besuch der ältesten Weinkellerei. Mit einem Gläschen Rioja in der Hand entdecken Sie vom Stadtturm aus die Weite des Ebro-Tals mit Weinbergen soweit der Blick reicht. Nachmittags Rückfahrt nach Bilbao. Stadtspaziergang durch die Altstadt, vorbei am Rathaus, an der Kathedrale und über die Plaza Nueva. Unbemerkt wandeln Sie auf dem Jakobsweg. Anschließend Pintxos-Hopping. 1 x ÜN in Bilbao. (F A)

Tag 5  |  Bahnerlebnis im Nostalgiezug Bilbao - Santander
Vormittags eingehender Besuch des Guggenheim Museums. Gegen Mittag werden Sie im Bahnhof La Concordia erwartet, einem einzigartigen modernistischen Gebäude aus dem Jahr 1902, das eines der Prachtstücke Bilbaos aus der Belle Époque ist. Freie Zeit zum Essen bis 13:45 Uhr und anschließend Einstieg in den Zug. Mit dem Expreso de La Robla fahren wir in Richtung Marrón. Im Bus geht es nach Laredo, einem hübschen Fischerort mit vielen historischen und künstlerischen Sehenswürdigkeiten. Anschließend machen wir eine entspannende Bootsfahrt bis Santoña, wo Sie eine Konservenfabrik besuchen in der die typischen Sardellen und der nordspanische Bonito-Thunfisch zubereitet werden. In Gama steigen wir wieder in den Zug, der uns nach Santander, der eleganten Hauptstadt Kantabriens, bringt. Abendessen und Übernachtung in Santander. (F A)

Tag 6  l  Santander - Altamira - Llanes
Nach Ihrem ersten Frühstück an Bord besichtigen Sie Santander. Danach reisen Sie im La Robbla nach Cabezón de la Sal. Mit dem Bus gelangen Sie zum Museum in Altamira mit der Nachbildung einer steinzeitlichen Höhle. Mittags spazieren Sie durch Santillana del Mar. Nach dem Mittagessen besuchen Sie die schöne Kleinstadt Comillas mit ihrer malerischen Architektur. Der Expreso de La Robla erwartet Sie in Unquera, um uns nach Llanes in Asturien zu bringen, einen wunderschönen Fischerort. Besichtigung und Abendessen. Übernachtung in Llanes. (F M A)

Tag 7  l  Llanes - Picos de Europa - Nava
Mit dem Expreso de La Robla fahren wir bis Arriondas, um im Nationalpark Picos de Europa, den See Enol und den Wallfahrtsort Santuario de Covadonga zu besuchen. Danach geht es nach Cangas de Onís, wo wir zu Mittag essen. Der Zug schlängelt sich nach Nava, um das Apfelweinmuseum besuchen und ein traditionelles “Espicha” (typisches asturisches Essen in einem Weinkeller) zu probieren. Übernachtung in Nava. (F M A)

Tag 8  l  Gijon - Oviedo
Wir beginnen den Tag mit einer Besichtigungstour in Gijón. Die Verbindung zwischen dem kantabrischen Meer, alten asturischen Bauernhöfen und mittelalterlichen Gebäuden bringt Gijón den unverwechselbaren Charme. Die letzte Bahnetappe beginnt und um 14:30 Uhr erreicht der La Robla sein Ziel Oviedo, wo die Bahnreise endet. Altstadtbesichtigung. Das Abschiedsabendessen genießen Sie in einer typischen Sidrería (Apfelwein-Bodega). (F A)

Tag 9  l  Heimreise
Transfer zum Flughafen Bilbao oder zum Bahnhof. Heimflug oder Bahnheimreise über Paris.

 

Der Zug La Robla Express - Informationen

Der Express-Zug La Robla besteht aus 7 Wagons, 4 Schlafwagen und 3 Salonwagen. Er ist für 54 Passagiere ausgestattet und verfügt über 17 Doppelkabinen. Ein  professionelles Team steht rund um die Uhr zu Ihrer Verfügung. Sie sind in komfortablen Zugabteilen untergebracht, in denen sich eine eigene Dusche/WC und eine Klimaanlage befinden. Nachts hält der Zug, damit Sie in Ruhe schlafen können und den Zug jeder Zeit verlassen können. Das Frühstücksbuffet wird in den drei komfortablen Salons eingenommen, die mit großen Fenstern ausgestattet sind. Die Bar ist ganztägig geöffnet. Der Zug wird durch einen komfortablen Reisebus begleitet, der für die Ausflüge und Besichtungen zur Verfügung steht.